
Foto Text Installation
Ausstellung
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Ein Gespräch über Spinoza, einem holländischen Philosophen aus dem 17. Jahrhundert, war der Anfang unseres Projekts. Seine mathematisch analytische Methode, Gott, die Welt, den Menschen in einem System zu beschreiben war für uns ebenso faszinierend, wie inhaltlich überfordernd.
In einer Arbeitswoche in Berlin entwickelten wir Ideen, uns den 48 Affekten/Gefühlen, die Spinoza im dritten Teil seiner Ethik definiert, mit einem künstlerischen Zugang zu nähern. Längere Texte an die Wänden zu projizieren schied aus, zu ungern verlassen die Inhalte das Papier. Es sollte keine Arbeit über Spinoza entstehen, weder seine Philosophie erklären noch eine inhaltliche Interpretation anbieten. Stattdessen der Plan, einen Raum anzubieten, in dem zwischen Betrachter und der Bild/Text Ebene etwas drittes entstehen kann.
48 Gefühle bilden die Basis der zwei Fotoarbeiten: In der ersten Serie belegen sie Gesichter aus einer Video-sequenz von 2 Sekunden. Die zweite Serie, im Raum um zwei Säulen-texte angeordnet, zeigt die Körperebene von 48 Menschen.
Originaltexte von Spinoza haben wir auf einem Faltplakat typografisch interpretiert und in einer Auflage von 250
Exemplaren gedruckt.
Beim Aufbau wurde uns klar, dass wir der Strenge der Umsetzung und der Egozentrik des philosophischen Systems etwas entgegensetzen möchten. So entstand der Nebenraum (mit Songtexten von Elvis Presley).
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Konzeption und Realiserung:
Bernd und Fabian Altenried

» ... Jegliches Ding kann durch Zufall die Ursache von Freude, Trauer oder Begierde sein ... «

Lehrsatz 38:
» ... Wenn jemand ein geliebtes Ding so zu hassen beginnt, dass die Liebe völlig verdrängt wird, so wird er es, bei gleicher Ursache, stärker hassen, als wenn er es nie geliebt hätte, und zwar umso stärker, je größer die Liebe vorher war ... «





Lehrsatz 3.
» ... Wer sich eines Dinges erinnert, an dem er sich einmal erfreut hat, begehrt es unter denselben Umständen zu besitzen wie damals, als er sich zum ersten Mal an ihm erfreute ... «


